Kategorie Industrial Security

Wie sicher ist Europas Bahn? Eine systematische Cybersecurity-Risikoanalyse des European Rail Traffic Management Systems (ERTMS)

Visual of the Blog Post: How Secure Is Europe's Rail System? A Systematic Cybersecurity Risk Analysis of the ERTMS

Das European Rail Traffic Management System (ERTMS) soll Europas Bahnen interoperabel und sicher machen. Das seit 2002 verpflichtende System vereint standardisierte Signalisierung, Funkkommunikation und Zugsteuerung – doch wie gut ist es gegen Cyberangriffe geschützt? Mit MoRA, unserem modularen Risikobewertungsansatz, modellieren wir das ERTMS systematisch und bewerten Cybersicherheitsrisiken. Wir vergleichen aktuelle und zukünftige Konfigurationen, um jene Assets mit der größten Angriffsfläche zu identifizieren. Unsere Skizze des gesamten Systems, von GSM-R, Balisen, FRMCS, ETCS Levels, ATO bis zur Schlüsselverwaltung, liefert eine kompakte Vorschau auf Risikoprofile sowie Angriffsbaumszenarien und zeigt auf, welche praxisnahe Gegenmaßnahmen die Cybersecurity deutlich verbessern.

Cybersecurity Risk Management in der Automobilindustrie bereichsübergreifend meistern

Moderne Fahrzeuge sind vernetzte Systeme aus Software, Sensoren und Cloud-Diensten. Da Automobilhersteller ihre Arbeit auf Bereiche wie Entwicklung, Produktion und Backend aufteilen, können Cybersicherheitsrisiken leicht zwischen den Zuständigkeiten verloren gehen. Standards wie ISO/SAE 21434, die ISO/IEC 27000 Familie und die IEC 62443 Reihe liefern zwar wichtige Bausteine, erklären aber nicht, wie Cybersicherheit bereichsübergreifend wirksam aufeinander abgestimmt werden kann. Unsere Forschung am Fraunhofer AISEC zeigt die Folgen: schwer vergleichbare Risikoanalysen, unklare Kommunikation und fragmentierte Schutzstrategien. Die Lösung liegt in einem bereichsübergreifenden Ansatz, der Prozesse, Werkzeuge und Terminologie verbindet. Auf Basis einer strukturierten Analyse zentraler Cybersicherheitsstandards und Interviews mit Experten von sechs Automobilherstellern kontrastiert dieser Artikel die Erwartung der Standards mit der gelebten Praxis – und skizziert konkrete Schritte, um die bestehenden Lücken zu schließen.

Gateway to the Danger Zone: Sicherer und authentischer Remote-Reset in der Maschinensicherheit

Die moderne Fertigung wird zunehmend digital. Dies ermöglicht neue Geschäftsmodelle und eine nie dagewesene Effizienz. Während die Fernsteuerung von Maschinen alltäglich geworden ist, erforderte die Maschinensicherheit immer noch ein persönliches, lokales Eingreifen – bis jetzt. Diese Lücke schließen wir mit einem sicheren, authentischen Remote-Reset-System für Sicherheitsereignisse und vereinen dafür zukunftssichere Kryptographie mit robustem Sicherheitsdesign. Hier erfahren Sie, wie wir die Grenzen der sicheren, dezentralen Fertigung neu definieren.

Parsing von X.509-Zertifikaten: Wie sicher sind TLS-Bibliotheken?

Digitale Zertifikate wie X.509 sind für die sichere Internetkommunikation unerlässlich, da sie Authentifizierung und Datenintegrität ermöglichen. Unterschiede in der Art und Weise, wie sie von verschiedenen TLS-Bibliotheken geparst werden, können jedoch zu Sicherheitsrisiken führen. In einer aktuellen Studie des Fraunhofer AISEC wurden sechs weit verbreitete X.509-Parser mit realen Zertifikaten analysiert. Die Ergebnisse zeigen Unstimmigkeiten auf, die sich auf sicherheitskritische Anwendungen auswirken könnten. In diesem Artikel fassen wir die wichtigsten Ergebnisse zusammen und erklären, warum Unternehmen ihre kryptografischen Bibliotheken genau unter die Lupe nehmen sollten.

Der Weg zum automatisierten Cloud-Sicherheitsmonitoring

Die Überwachung der Sicherheit einer Cloud und eine entsprechende Zertifizierung erfordern erheblichen Aufwand und bestehen aus vielen, hauptsächlich manuellen und somit fehleranfälligen Prozessen. Unser Assurance-Tool »Clouditor« schafft Abhilfe, indem es die Vorbereitung auf ein Zertifizierungsaudit systematisiert und automatisiert. So lassen sich Cloud-Dienste kontinuierlich überwachen und ihre Compliance mit Cloud-Sicherheitskatalogen wie BSI C5[1], EUCS[2] oder CCM [3] überprüfen.

gallia – ein erweiterbares Framework für Penetrationstests

gallia ist ein erweiterbares Framework für Penetrationstests mit Fokus auf den Automotive-Bereich, das von Fraunhofer AISEC unter der Apache 2.0 Lizenz entwickelt wurde. Der Anwendungsbereich der Toolchain umfasst die Durchführung von Penetrationstests von einem einzelnen Steuergerät bis hin zu ganzen Fahrzeugen. Derzeit liegt der Hauptfokus von Testings auf der UDS-Schnittstelle, ist aber nicht darauf beschränkt.
Der folgende Blogartikel gibt einen Gesamtüberblick über die Architektur von gallia. Er geht auf die Plugin-Schnittstelle sowie den beabsichtigten Automotive-Anwendungsfall ein. Der Beitrag behandelt zudem die Interaktion zwischen einzelnen Komponenten und zeigt, wie gallia für andere Anwendungsfälle erweitert werden kann.

Digitale Zwillinge und ihr Potenzial für sichere Betriebstechnik (OT)

Ein digitaler Zwilling ist ein virtuelles Abbild eines realen Systems oder Geräts. Er begleitet sein physisches Gegenstück während seines gesamten Lebenszyklus. Tests, Optimierungsverfahren und Fehlersuche können zunächst auf dem Zwilling durchgeführt werden, ohne die eigentliche Anlage (die zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch gar nicht existiert) einzubeziehen. In diesem Artikel möchte ich Ihnen einige Empfehlungen geben, wie Sie dieses Potenzial nutzen können, um den Stand der OT-Sicherheit (Operational Technology Security) zu verbessern, z. B. in der Fertigungs- oder Gebäudeautomatisierung.

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner