Sichere digitale Identitäten

Sichere digitale Identitäten (SDI) sind wesentliche Impulsgeber für die erfolgreiche Verlagerung von Geschäftsprozessen in die digitale Welt. Dies betrifft sowohl die Wirtschaft (z.B. Abschluss von Versicherungen oder Kontoeröffnung über das Internet) als auch die Verwaltung (nach dem Onlinezugangsgesetz müssen bis 2022 Verwaltungsleistungen von Bund und Ländern auch online angeboten werden). Die Forschungsarbeiten des Fraunhofer AISEC in diesem Bereich konzentrieren sich nicht nur auf die Sicherheit von Identitätslösungen, sondern auch auf Interoperabilität, Datenschutz und Benutzbarkeit. Wir unterstützen Identitätsprovider bei der Umsetzung dieser Ziele und erforschen und entwickeln neue Methoden zur Umsetzung sicherer elektronischer Identitäten.

Immanuel Kunz

Privacy By Design in der Software-Entwicklung

Verstöße gegen Datenschutzbestimmungen und Eingriffe in die Privatsphäre sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Oft sind reaktive Maßnahmen nicht weitreichend genug, um persönliche Daten in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen zu schützen. Datenschutzbewusste Organisationen nutzen daher einen etablierten Software-Entwicklungsprozess, der systematische Schutzmaßnahmen umfasst. Dazu gehören die Auswahl von Technologien zur Verbesserung des Datenschutzes, die Analyse potenzieller Bedrohungen sowie die kontinuierliche Neubewertung von Risiken während der Programmlaufzeit. In diesem Blogbeitrag geben wir einen Überblick, wie datenschutz- und privacyfreundliche Software entwickelt und betrieben werden kann. Dabei konzentrieren wir uns auf risikobasiertes Privacy Engineering als Basis für »Privacy by Design«.

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Marian Margraf

Digitale Identitäten – Eine Stellungnahme unseres Experten Marian Margraf für den Bundestagsausschuss für Digitales

Am 4. Juli 2022 fand eine öffentliche Anhörung des Ausschusses für Digitales im Deutschen Bundestag zum Thema „Digitale Identitäten“ statt. Unser Experte Marian Margraf, Abteilungsleiter am Fraunhofer AISEC und Professor an der FU Berlin, war dazu eingeladen. Er ging dabei vor allem auf den Einsatz des Prinzips Self-Sovereign Identity (SSI) in aktuellen Lösungen, etwa bei mobilen Endgeräten, ein. Neben Herausforderungen im breitflächigen Einsatz von digitalen Identitäten nannte er auch mögliche Lösungen für sichere und gesellschaftlich akzeptierte elektronische Vertrauensdienste. Der Blog-Beitrag ist eine gekürzte Niederschrift seiner Stellungnahme.

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